Saisonstart und Frühling

Am 01.04. sind wir mit vielen bekannten und einigen neuen Gesichtern in die Solawi-Saison 21/22 gestartet. Einzelne der 127 Ernteanteile sind noch zu vergeben. Wir freuen uns sehr, dass Jutta, Kristin und Marie weiterhin den Gemüsebau gestalten und dass wir Maura im Team begrüßen dürfen. Theresa hat die Kommunikations- und Öffentlichkeitsarbeit übernommen.

Der Frühling stellt im regionalen Gemüsebau eine besondere Herausforderung dar: Das Lagergemüse neigt sich dem Ende, auf dem Acker überwinternde Kulturen wie Lauch sind allmählich abgeerntet und die neuen Kulturen sind noch in der Entwicklung. Durch gezielte Anbauplanung können die Mitglieder auch jetzt vielfältig versorgt werden und die Gemüsekisten werden bereits von frischen Kräutern und Salaten bereichert.

 

    

Im Freiland sind Radieschen, Rettiche, Kohlrabi, die ersten Möhren und vieles weitere gesät. Die Jungpflanzenanzucht platzt aus allen Nähten, da coronabedingt das Unigewächshaus nur sehr reduziert genutzt werden kann und deshalb Platz für die meisten Kulturen improvisiert werden musste. Außerdem wurden durch verstärkt feuchtkalte Bodenbedingungen und Schnee die Pflanztermine und somit auch die Erntetermine nach hinten verschoben.

Was als Puffer zu viel vorgezogen wurde ist auch dieses Jahr wieder gegen Spende abzugeben. Hierfür ist vor dem Abholraum in Witzenhausen (Nordbahnhofstraße gegenüber Tankstelle) ein kleiner Jungpflanzenmarkt aufgebaut. Dieser wird sich nach und nach mit jeweils den Pflänzchen füllen, die grade im Hausgarten dran sind, und ist für alle Menschen geöffnet.

Neben der Einarbeitungsphase von Maura ist auch Caro als unsere erste Praktikantin für diese Saison angekommen.

Im langen und harten Winter haben uns neben den üblichen Aufgaben viele zusätzliche Überlegungen beschäftigt, etwa wie und an welchem Standort es perspektivisch mit der Solawi weitergeht. Außerdem wurde die Zeit für eine Verbesserung der Infrastruktur genutzt. So wurde z.B. ein neues Kistenlager errichtet.

Besonders betroffen waren wir von dem massiven Wintereinbruch Mitte Februar. Im Freiland sind bei etwa -20°C Kulturen wie Rosenkohl zum Großteil erfroren. Vor Allem brachten die enormen Schneelasten drei unserer sechs Folientunnel zum Einsturz.  Hierdurch wurde die Frühjahrsversorgung aus dem geschützten Anbau dezimiert und der Platz für die Sommerbelegung ungewiss. Dem konnte durch verstärkten Freilandanbau entgegengewirkt werden.

Außerdem ist die Reparatur der Folientunnel in vollem Gange. Richard Toogood, traditioneller Handwerker und Mitglied, hat sich diesem Projekt angenommen. Hierfür sind wir wahnsinnig dankbar! Mit Hilfe von drei Mitgliederaktionen soll der Aufbau bewältigt werden. Bei der ersten Aktion wurden die Tunnel bereits abgebaut und die Gestänge wieder in die richtige Form gebogen.

Auf eine gemüsereiche Saison und hoffentlich bald wieder mehr Möglichkeiten zur Begegnung!

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