Sommerrückblick und herbstliche Aussicht

Nach sehr intensiven und arbeitsreichen Monaten gibt es jetzt eine kurze Verschnaufpause vor der Lagerernte und es ist endlich mal wieder Zeit für ein Update aus Freudenthal! Die Tage werden spürbar kürzer, morgens hängt der Nebel im Werratal und im Naturschutzgebiet an der Werra schnattern die Gänse. Der Herbst ist da und wir schauen zurück auf einen wechselhaften Sommer mit (vergleichsweise zur letzten Saison) viel Regen, viel Feuchtigkeit, aber auch heißen Tagen zwischendurch.

Sellerie mit Pilz-Befall

Das hatte den Vorteil, dass wir im Freiland nur sehr wenig bewässern mussten, allerdings hat sich auch das Beikraut über die Witterung gefreut und ist gefühlt viel schneller gewachsen als das Gemüse. Neben der Beikrautregulierung hatten wir auch stark mit Krankheiten und Pilzbefall zu kämpfen, wodurch es bei einigen Kulturen zu Ausfällen kam. So freuen wir uns, dass wir nach einigen Salat-losen Wochen jetzt wieder Salate liefern können! Auch die Lauchzwiebeln hat der Mehltau erwischt, sodass wir dort statt 5 oder 6 Lieferungen nur 2 mal liefern konnten. Der Mehltau aus den Lauchzwiebeln ist dann natürlich direkt auf die benachbarten Säzwiebeln weitergewandert, sodass auch dort massive Ausfälle sind. Vielleicht habt ihr euch gewundert, dass ihr so klitze-kleine Zwiebeln im Abholraum gefunden habt.. Das war alles was wir noch retten konnten. Zum Glück sieht es bei den Steckzwiebeln besser aus, da ist die Ernte ungefähr wie erwartet ausgefallen. Im Mais hatten wir Besuch von alten Bekannten. Da haben sich (wahrscheinlich eine ganze Bande) Waschbären durchgesnackt. Die wissen immer, wenn der Mais grade perfekt ist, beißen dann mal ab und nehmen sich den nächsten Kolben.

Der nahende Herbst zeigt sich auch an den Freiland-Tomaten, die jetzt geräumt werden. Auch die Gurken im Tunnel (wir hatten auch welche im Freiland – leider ein Totalausfall) haben wir Mitte September geräumt und dort ziehen jetzt schon die ersten Kulturen für die Winterversorgung ein. Die Tomaten in den Tunneln bleiben noch so lange es geht stehen, so haben die Früchte noch Zeit nachzureifen.

Auch die Jungpflanzenanzucht ist in den letzten Zügen, da stehen nur noch ein paar Pflanzen für die Folientunnel, denn im Freiland haben wir mit einem Satz Feldsalat die Pflanz-Saison beendet!

Erste Möhren-Ernte

Und wir freuen uns auf die Lagerernte, denn auch wenn es kleine Ausfälle in Sellerie und Rote Bete gibt, stehen die Kulturen gut da. Die Zwiebeln liegen schon im Lager, als nächstes kommt der Kürbis und dann nach und nach Sellerie, Karotte, Rote Bete und Steckrübe. Porree, Rosen-, Grün-, Palm-, Kraus-, Rot- und Weißkohl bleiben solange es geht auf dem Acker stehen. Sie vertragen die kalten Temperaturen besser und die Verluste durch Wühlmausfraß sind nicht so hoch wie in den Lagerkulturen.

Während der Sommermonate wären wir ohne die Unterstützung von Caro, die drei Tage in der Woche am Start ist, gar nicht zurecht gekommen und jetzt haben wir mit Coyote auch noch weitere große Hilfe dazu bekommen. Ohne die beiden würde es nicht gehen. Ich allein (Kristin) bin bei ca. 350 Überstunden und da werden noch einige dazu kommen. Nur knapp 100 Stunden werde ich im Winter abfeiern können.  Viele Nerven hat es gekostet, aber es ist großartig, dass die Solawi Freudenthal die Möglichkeit hat, auf andere Flächen umzuziehen! Und ob es nun die Holunderfläche in Freudenthal oder der Hutzelberghof in Oberrieden wird, wichtig ist, der Verein entscheidet gemeinsam. Also kommt zur Mitgliederversammlung am 13.10. – die wird wichtig!

Zwiebeln putzen

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